Freistatt - Die offizielle Website - Ein Film von Marc Brummund

  • Jetzt im Kino - Ab 24. November auf DVD und Blu-Ray!

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    Kurzinhalt

    Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

     

    Freistatt

    ein Film von Marc Brummund
    mit Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt, Katharina Lorenz, Stephan Grossmann,
    Uwe Bohm u.a.
    Deutschland 2015, 104 Minuten, deutsche Originalfassung
    UA: Max Ophüls Preis Saarbrücken, Wettbewerb

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    Pressenotiz

    Freistatt ist nach dem Drehbuch von Nicole Armbruster und Marc Brummund entstanden, das mit dem Emder Drehbuchpreis (vergeben von der Grimme-Jury) und mit der Lola in Gold (Deutscher Drehbuchpreis 2013) ausgezeichnet wurde. "Uns hat diese unerhörte Gleichzeitigkeit fasziniert." sagt Marc Brummund. "Auf der einen Seite eine Gesellschaft, die zwischen Rock´n´Roll und Studentenrevolte schier unbändig nach Freiheit zu streben scheint, auf der anderen Seite die Fortschreibung eines institutionalisierten und in seiner Dimension kaum vorstellbaren Missbrauchs in Erziehungsheimen und Institutionen." Neben bekannten Darstellern wie Uwe Bohm als Stiefvater, Katharina Lorenz als Mutter, Alexander Held als Hausvater, sowie Max Riemelt und Stephan Grossmann als Erzieher, versammelte Marc Brummund für FREISTATT ein Ensemble viel versprechender Newcomer wie Langston Uibel, Anna Bullard und Enno Trebs. Sein Hauptdarsteller Louis Hoffmann wurde im Januar 2015 mit dem Bayerischen Filmpreis für den besten Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Für die Kamera des Films zeichnete Judith Kaufmann verantwortlich, den Schnitt übernahm der in 2014 verstorbene Hans Funck. Bei seiner Uraufführung im Rahmen des Saarbrücker Festivals Max-Ophüls-Preis wurde FREISTATT mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

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    Der offizielle Filmtrailer

     

    Sie finden den Trailer auch auf  Youtube >> und  Vimeo >>

  • Galerie

     

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  • Jetzt im Kino - Ab 24. November auf DVD und Blu-Ray!

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    Der Regisseur Marc Brummund über seinen Film

    Der Film entstand mit Unterstützung der Diakonie an den Originalschauplätzen unweit meiner Geburtsstadt Diepholz, wo ich wenig später eine sehr viel glücklichere Kindheit erleben durfte. Doch den Geist der "schwarzen Pädagogik" und die Gottesfurcht spürte ich bis in die Schulbank. Der Kontrast zwischen der sexuellen Revolution und Liberalisierung Ende der 1960er Jahre und der stehen gebliebenen Zeit in einem solch geschlossenen, repressiven System war mein Anreiz, die Härte und Relevanz des Themas mit Genre, Abenteuer und Schauwerten in einem Jugenddrama zu vereinen.

    Die klassischen Erzählungen von Charles Dickens und Filme wie "Boys Town" (1938), "Die Nacht des Jägers" (1955), "Flucht in Ketten" (1958), "Sie küssten und sie sie schlugen ihn" (1959), "Birdman of Alcatraz" (1962), "Cool Hand Luke" (1967), "Flucht von Alcatraz" (1979), "Die Verurteilten" (1994), "Sleepers" (1996) und "Die unbarmherzigen Schwestern" (2002) waren meine Vorbilder.

    Marc Brummund

  • Hintergründe, Literatur & Links

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    Frühsorgeerziehung im Nachkriegsdeutschland, Beispiel Freistatt

     

    "Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim!"

    Ihr Schicksal wurde bis vor kurzem wenig thematisiert: In den 1950er und 1960er Jahren wurden über eine halbe Million Kinder und Jugendliche in kirchlichen und staatlichen Heimen der Bundesrepublik oft seelisch und körperlich schwer misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele leiden noch heute unter dem Erlebten, verschweigen diesen Teil ihres Lebens aber aus Scham, selbst gegenüber Angehörigen. Manchmal genügte den Ämtern der Hinweis der Nachbarn auf angeblich unsittlichen Lebenswandel, Nichtigkeiten wie "Arbeitsbummelei", Schulschwänzen oder auch die reine Willkür der Eltern, um junge Menschen für Jahre in Heimen verschwinden zu lassen. In diesen Institutionen regierten gar nicht oder nur unzureichend ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, die oft einem Orden angehörten und als Verfechter christlicher Werte auftraten, mit aller Härte. Den Jugendlichen wurden keine oder nur mangelhafte Ausbildungsmöglichkeiten ermöglicht. Nur wenig von dem, was im Inneren der angeblichen Erziehungsheimen stattfand drang damals nach außen. Die "Heimkampagne", ausgelöst von Andreas Baader und Ulrike Meinhof, und die Proteste der 68er brachten nur allmählich einen Wandel. Der "Runde Tisch Heimerziehung" des Deutschen Bundestages verabschiedete erst Ende 2010 eine kaum befriedigende und sich nun hinschleppende Entschädigung der Betroffenen.

    Die Diakonie Freistatt im Kreis Diepholz, Niedersachsen, galt bis in die 1970er Jahre als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung und Endstation vieler Heimkarrieren. Als Außenstelle der in Nordrhein-Westfalen gegründeten und ansässigen von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel war sie, weit abgeschieden und umgeben vom norddeutschen Moor, mit Presstorfproduktion, Schlossereien und Schmieden als reiner Wirtschaftsbetrieb konzipiert, der die billigen Arbeitskräfte brutal ausnutzte. Die im damaligen Freistatt erlittenen Schicksale sind in ihrer Drastik exemplarisch für das Unrecht, das jungen Menschen überall in solchen Heimen in der Bundesrepublik angetan wurde und das sie im Namen von Kirche und Staat kollektiv meist fürs ganze Leben gebrochen und verroht hat.

    Freistatt ist heute eine der wenigen offenen Anstalten. Man gibt zu, dass hier im Namen der Kirche unsägliche Dinge geschehen sind. Ehemalige dürfen ihre alten Akten sehen, und die Heimleitung stellt Bescheinigungen aus, auf denen steht, dass die damalige Arbeit nach heutigen Maßstäben sozialversicherungspflichtig gewesen wäre. Neben dem initiierenden Sachbuch von Peter Wensierski "Schläge im Namen des Herrn" (2006) war speziell die von den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel selbst in Auftrag gegebene Studie "Endstation Freistatt" von 2009, über die Fürsorgeerziehung bis in die 1970er Jahre, Auslöser für diesen Film. Sein wichtigster Bezug aber ist die von Marc Brummund in vielstündigen Gesprächen aufgezeichnete Geschichte von Wolfgang Rosenkötter, einst Zögling und nun Ombudsmann in Freistatt, die neben weiteren Schilderungen von Erziehern und Betroffenen, auch in anderen Heimen, das Drehbuch von Nicole Armbruster und Marc Brummund mit persönlicher Erfahrung grundierte.

    Die Leitung der Diakonie Freistatt hat das Projekt von Beginn an unterstützt und, quasi exklusiv, die Dreharbeiten an den noch weitgehend existierenden Originalschauplätzen ermöglicht.

    Literatur

    Homepage zum "Schläge"-Buch von Peter Wensierski:  www.schlaege.com »

    Verein ehemaliger Heimkinder:  www.veh-ev.eu »

    Homepage des Fonds Heimerziehung:  www.fonds-heimerziehung.de »

    Anlaufstelle Heimerziehung:  www.anlaufstelle-heimerziehung.org »

    Webseite von Michael-Peter Schiltsky:  www.heimseite.eu »

     

  • Jetzt im Kino - Ab 24. November auf DVD und Blu-Ray!

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    »Eine aufwühlende Story um den Kampf eines Jungen gegen Gewalt und Unterdrückung. Herzzerreißend!« Saarländischer Rundfunk

    Online-Rezensionen:

     Frankfurter neue Presse »

     Die Welt »

     Badische Zeitung »

     Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) »

     Westfälische Nachrichten »

     Abendzeitung München »

     Stuttgarter Zeitung »

     Deutschlandradio Kultur »

     SWR Fernsehen »

     Jungle World »

     Vorwärts »

     

  • Jetzt im Kino!

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    Freistatt im Kino

    JeverFilmpalette    Samstag 21.11.2015, 18.05h
    In Anwesenheit von Marc Brummond
    Sulingen    FilmpalastSonntag 22.11.2015, 15.00h
    Vorführung mit anschließender Autogrammstunde mit Marc Brummond und Wolfgang Rosenkötter zum DVD-Start

     

    (Stand: 19.11.2015 - Irrtümer vorbehalten)

    Zum Filmwecker »  und  Zum Kinofinder »
    (Ein Service von www.kinozeit.de · Alle Angaben ohne Gewähr)

     

  • Ab Ab 24. November auf DVD und Blu-Ray!

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    Freistatt ist ab dem 24.11. im Handel und unter www.delicatessen.org » erhältlich.

    Der Film erscheint auf DVD und Bluray mit Deutschen, Englischen & Französischen Untertiteln und mit einer Audiodeskription (deutsch).

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    Folgende Extras sind enthalten: Kinotrailer, Deleted Scenes, Interview mit dem Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter und ein Booklet mit Hintergrundinformationen.

  • Cast & Crew

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    Darsteller

    Louis Hofmann  Wolfgang
    Alexander Held  Hausvater Brockmann
    Stephan Grossmann  Bruder Wilde
    Katharina Lorenz  Ingrid
    Max Riemelt  Bruder Krapp
    Uwe Bohm  Heinz
    Enno Trebs  Bernd
    Langston Uibel  Anton
    Anna Bullard  Angelika
    Justus Rosenkranz  Mattis
    Ole Joensson  Hans
    Megan Gay  Frau vom Jugendam
    Anouk Bödeker  Sabine
    Leonard Boes  Burkhart
    Franz Anton Kross  Harald
    Katharina Schütz  Frau Brockmann
    Hendrik von Bültzingslöwen  Bruder Hanebuth
    Hans Peter Korff  Pastor Abeln

     

    Crew

    Regie  Marc Brummund
    Buch  Nicole Armbruster
    Marc Brummund
    Redaktion  Stefanie Groß (SWR)
    Barbara Häbe (ARTE)
    Götz Schmedes (WDR)
    Christian Bauer (SR)
    Casting  Marion Haack
    Produzenten  Rüdiger Heinze
    Stefan Sporbert
    Herstellungsleitung  Monika Kintner
    Produktionsleitung  Janine Hahmann
    Bildgestaltung  Judith Kaufmann (BVK)
    Schnitt  Hans Funck
    Originalton  Matthias Haeb
    Sounddesign  André Zacher
    Clemens Becker
    Mischung  Florian Beck
    André Zacher
    Szenenbild  Christian Strang
    Kostümbild  Christian Binz
    Maske  Dana Bieler
    Musik  Anne Nikitin

     

    eine Zum Goldenen Lamm Filmproduktion
    in Koproduktion mit SWR, WDR, SR, NDR und ARTE
    gefördert von MFG, DFFF, BKM, FFHSH, FFA, Nordmedia

    im Verleih der Edition Salzgeber

     

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    Filmheft & Unterrichtsmaterial

    Das Filmheft enthält Hintergrundinformationen zum Thema "Heimerziehung in Deutschland" und Einblicke in die Produktion des Films FREISTATT. Im letzten Teil finden Sie darauf aufbauende Materialien für den Schulunterricht. Diese Begleitmaterialien geben Anregungen, wie FREISTATT im Schulunterricht eingesetzt werden kann. In den Aufgaben geht es neben der inhaltlichen Beschäftigung mit dem Film auch um ästhetisch-gestalterische Fragen - mit dem Ziel, den Blick für die filmsprachliche Ebene zu schärfen und ein "bewusstes Sehen" von Filmen zu fördern. Die Aufgaben setzen an der Handlung des Films an, regen zur weiteren Recherche an und sollen die Meinungsbildung - in Bezug auf FREISTATT wie auf die darin behandelten Themen - unterstützen.

    Download Filmheft (PDF) »

  • Kontakt & Impressum

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    Verleih

    Salzgeber & Co. Medien GmbH

    Prinzessinnenstraße 29 · 10969 Berlin

    Tel. ++49-(0)30-285 290 90 · Fax. ++49-(0)30-285 290 99
    info@salzgeber.de »   ·   www.salzgeber.de »

     

    Geschäftsführer: Björn Koll

    Amtsgericht Charlottenburg
    HRB 52 317

    USt-ID gemäß §27a
    Umsatzsteuergesetz
    DE 167 065 308

    Inhaltlich Verantwortlicher
    gemäß § 6 MDStV: Björn Koll

    Presse

    Arne Höhne
    presse + öffentlichkeit

    Arne Höhne  hoehne@hoehnepresse.de »

    Nicole Kühner  kuehner@hoehnepresse.de »

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    Die FILMAgentinnen
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    Pestalozzistraße 72
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    Telefax 030 / 887 17 45 15
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    Sonderveranstaltungen

    Salzgeber & Co. Medien GmbH

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    Ein Film von Marc Brummund im Verleih der Edition Salzgeber
    Regisseur: Marc Brummund
    Schauspieler:
    Louis Hofmann
    Alexander Held
    Max Riemelt